Informelles Lernen bezeichnet die „natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens. Anders als beim formalen und nicht-formalen Lernen handelt es sich beim informellen Lernen nicht notwendigerweise um ein intentionales Lernen, weshalb es auch von den Lernenden selbst unter Umständen gar nicht als Erweiterung ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten wahrgenommen wird“.
(vgl. Kommission der Europäischen Union, Memorandum über Lebenslanges Lernen, 2000)
Kompetenz bezeichnet im DQR die Fähigkeit und Bereitschaft des Einzelnen, Kenntnisse und > Fertigkeiten sowie persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten zu nutzen und sich durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten. Kompetenz wird in diesem Sinne als umfassende Handlungskompetenz verstanden.
Im DQR wird Kompetenz in den Dimensionen Fachkompetenz und personale Kompetenz dargestellt. Methodenkompetenz wird als Querschnittskompetenz verstanden und findet deshalb in der DQR-Matrix nicht eigens Erwähnung. (Im EQR hingegen wird Kompetenz nur im Sinne der Übernahme von Verantwortung und Selbständigkeit beschrieben.)
Lernergebnisse (learning outcomes) bezeichnen das, was Lernende wissen, verstehen und in der Lage sind zu tun, nachdem sie einen Lernprozess abgeschlossen haben. Der DQR beschreibt zu Kompetenzen gebündelte Lernergebnisse.
Nicht-formales Lernen bezeichnet Lernen „außerhalb der Hauptsysteme der allgemeinen und beruflichen Bildung“ und führt nicht unbedingt zum Erwerb eines formalen Abschlusses. Es kann am Arbeitsplatz, im Rahmen von Aktivitäten der Organisationen und Gruppierungen der Zivilgesellschaft oder von Organisationen und Diensten, die zur Ergänzung des formalen Systems eingerichtet wurden, stattfinden.
(vgl. Kommission der Europäischen Union, Memorandum über Lebenslanges Lernen, 2000)
Qualifikation bezeichnet das formale Ergebnis eines Beurteilungs- und Validierungsprozesses, bei dem eine dafür zuständige Institution festgestellt hat, dass die individuellen Lernergebnisse vorgegebenen Standards entsprechen.
Qualitätssicherungsverfahren sollen die Rechenschaftspflicht und die Verbesserung der Hochschul- und Berufsbildung sowie der Allgemeinbildung gewährleisten. Qualitätssicherung sollte ein Prozess sein, bei dem über alle Niveaustufen und Systeme der verschiedenen Bildungsbereiche hinweg zusammengearbeitet wird. An angemessenen Verfahren wird unter Einbeziehung der gemeinsamen Grundsätze zur Qualitätssicherung des EQR, EQUARF und bereits bestehender Qualitätssicherungssysteme in Deutschland im weiteren Entstehungsprozess des DQR gearbeitet.
Wissen bezeichnet die Gesamtheit der Fakten, Grundsätze, Theorien und Praxis in einem Lern- oder Arbeitsbereich als Ergebnis von Lernen und Verstehen. Der Begriff Wissen wird synonym zu „Kenntnisse“ verwendet.