BMBF/KMK DQR Portal
Aktuelles Datum 18.05.2013
Nach einer mehr als sechsjährigen Entwicklungsphase wird der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) im Mai 2013 eingeführt. >>
zur Validierung nicht formalen und informellen Lernens >>
zur Einbeziehung nicht formal und informell erworbener Kompetenzen in den DQR (2012). >>
Auf der nunmehr dritten DQR-Fachtagung diskutierten am 11.09.2012 in Berlin Expertinnen und Experten aus Deutschland und anderen EU-Ländern die bisherigen Erfahrungen und die weiteren Schritte >>

19.10.2010: Zweite Fachtagung zum Deutschen Qualifikationsrahmen

Ziel der Tagung am 19. Oktober 2010 in Berlin war es, den aktuellen Entwurf des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) vorzustellen und mit Experten aus dem In- und Ausland zu diskutieren. Der DQR ist Teil eines ambitionierten europäischen Projekts: In ganz Europa sollen in den nächsten Jahren die Bildungsabschlüsse vergleichbar gemacht werden. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, was jemand mit einem Abschluss typischerweise tatsächlich kann. So sollen Mobilität und Durchlässigkeit gefördert werden.
Tagungsdokumentation
Die Dokumentation zur 2. DQR-Fachtagung kann beim DQR-Büro kostenlos angefordert werden unter: doerner@bbj.de.

Auf der Tagung, die Bund und Länder gemeinsam veranstalteten, wurde der aktuelle Entwurf des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) und das Ergebnis der einjährigen Testphase vorgestellt. Nach der Eröffnung durch Ministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Staatssekretär Josef Erhard (BY) und den Generaldirektor der Europäischen Kommission, Jan Truszczynski, diskutierten Expertinnen und Experten gemeinsam mit Sozialpartnern und Gästen aus vielen europäischen Ländern über den Entwurf und die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem gemeinsamen europäischen Bildungsraum. Dabei sind alle Bildungsbereiche vertreten: von Schule und Hochschule über berufliche Bildung bis zur Weiterbildung.

Prof. Dr. Annette Schavan,
Bundesministerin für Bildung und Forschung
Foto: Tibor Unger
Jan Truszczynski,
Generaldirektor für Bildung und Kultur, Europäische Kommission
Foto: Tibor Unger

Am Nachmittag fanden Diskussionen in vier Fachforen zu den Themen „Transparenz und Mobilität“, „Durchlässigkeit im Bildungssystem“, „lernergebnisorientierte Qualitätssicherung“ sowie „Lebenslanges Lernen“ statt. Dabei wurden insbesondere die Ergebnisse diskutiert, die im letzen Jahr während der exemplarischen Erprobung des DQR in vier Bildungsbereichen erzielt wurden. Abschließend gaben Dr. Susanna Schmidt, BMBF, und Lothar Herstix, KMK, als Vorsitzende des Arbeitskreises DQR einen Ausblick auf den weiteren Prozess.

Ziel des Deutschen und des Europäischen Qualifikationsrahmens ist es, Bildungsabschlüsse in ganz Europa transparenter zu machen und zueinander ins Verhältnis zu setzen. Angestoßen durch eine Empfehlung der Europäischen Kommission erarbeiten zu diesem Zweck derzeit alle europäischen Mitgliedstaaten Nationale Qualifikationsrahmen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Kompetenzorientierung: Entscheidend soll nicht länger sein, wie lange oder wo jemand lernt, sondern welche Kompetenzen durch einen Bildungsabschluss vermittelt werden. Dies ermöglicht einen neuen Blick auf unsere Bildungslandschaft und erleichtert den europäischen Vergleich.
Bund und Länder haben dafür seit 2006 einen breiten Kreis von Akteuren aus allen Bildungsbereichen und Vertretern der Sozialpartner zusammengerufen und gemeinsam einen Entwurf für den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen entwickelt, der alle Bildungsabschlüsse in Deutschland erfasst und zueinander ins Verhältnis setzt. Damit soll auch transparent gemacht werden, wie Bürgerinnen und Bürger in Europa über das ganze Leben hinweg lernen und sich fortbilden können und wie Aufstieg durch Bildung gefördert werden kann.

Tagungsprogramm (deutsch)

Conference programme (english)

Tagungsbericht und Zusammenfassung der Foren (deutsch)

Conference report and forums (english)


 
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