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Aktuelles Datum 18.04.2014
Am 10.10.2013 fand in Berlin ein von BMBF und KMK gemeinsam veranstalteter internationaler Expertenworkshop zum Thema „Möglichkeiten der Zuordnung von außerhalb des formalen Bildungssystems erworbenen >>
Nach einer mehr als sechsjährigen Entwicklungsphase wird der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) im Mai 2013 eingeführt. >>
zur Validierung nicht formalen und informellen Lernens >>
zur Einbeziehung nicht formal und informell erworbener Kompetenzen in den DQR (2012). >>

Stand der Umsetzung

Die Erarbeitung des Deutschen Qualifikationsrahmens orientiert sich am Zeitrahmen der Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung eines Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen vom Februar 2008. Nach Vorlage des DQR-Diskussionsvorschlags im Februar 2009 fand von Mai 2009 bis Mai 2010 die zweite Erarbeitungsphase zur exemplarischen Erprobung der DQR-Matrix statt.
Im Oktober 2006 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen, einen bildungsbereichsübergreifenden Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zu entwickeln, der lernergebnisorientiert und kompatibel zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) Transparenz und Durchlässigkeit zwischen den Teilbereichen des Bildungssystems fördern soll.

Mit der Bund-Länder-Koordinierungsgruppe und dem Arbeitskreis  „Deutscher Qualifikationsrahmen“ ist eine breite Basis geschaffen worden, auf der die relevanten Akteure zusammenarbeiten. Im Februar 2009 wurde ein erster gemeinsam entwickelter Diskussionsvorschlag für einen Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen" vorgelegt.
Kernelement des DQR ist eine Vier-Säulen-Matrix, in der zwei Kompetenzkategorien (Fachkompetenz und Personale Kompetenz) sowie jeweils zwei Subkategorien („Wissen und Fertigkeiten“, „Sozialkompetenz und „Selbständigkeit“) unterschieden werden. Ferner wurden acht Niveaustufen mit Deskriptoren eingeführt, denen formale Qualifikationen der allgemeinen, der Hochschulbildung und der beruflichen Bildung zuzuordnen sind. In einem späteren Schritt sind auch Ergebnisse des informellen Lernens zu berücksichtigen. 

Dieser erste Entwurf für einen DQR wurde von Mai 2009 bis Mai 2010 von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungspraxis in vier ausgewählten Berufs- und Tätigkeitsfeldern (Gesundheit, Handel, Metall/Elektro und IT-Bereich) exemplarisch erprobt. Ziel dieser zweiten Erarbeitungsphase des DQR war es, zu nachvollziehbaren, konsensfähigen Zuordnungen ausgewählter Qualifikationen zu kommen sowie die Handhabbarkeit der DQR-Matrix zu überprüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Die zweite Erarbeitungsphase startete am 25. Mai 2009 mit einer Auftaktveranstaltung und der Konstituierung von vier Arbeitsgruppen.

Um dem Anspruch größtmöglicher Transparenz im Prozess zur Entwicklung eines Nationalen Qualifikationsrahmens für Deutschland Rechnung zu tragen, werden die Berichte der vier Arbeitsgruppen als Expertenvoten der an der Entwicklung des Deutschen Qualifikationsrahmens für Deutschland interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Ergebnisse der einjährigen Erprobungsphase sind in drei Teilen dokumentiert:


Zum Vorgehen in der zweiten Erarbeitungsphase im Einzelnen >>

Nach Vorlage der Expertenvoten diskutierten die Mitglieder der B-L-KG DQR und des AK DQR, wie die Ergebnisse zu bewerten und welche Änderungen an der Matrix vorzunehmen sind. Als Arbeitsergebnis wurde dem BMBF und der Kultusministerkonferenz (KMK) im März 2011 der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) vorgelegt.

Der AK DQR steht nun vor der Aufgabe, einen Vorschlag für die Zuordnung formaler Qualifikationen zu erarbeiten. Auf der Grundlage der in den Arbeitsgruppen er­ziel­ten Ergebnisse soll unter Einbeziehung der Prozessbeteiligten ein Leitfaden erstellt werden, der eine Zuordnung von Qualifikationen in der Breite des deutschen Bildungssystems er­mög­licht.

Am 19.10.2010 fand in Berlin die zweite Fachtagung zum DQR mit 220 Teilnehmern, in der die interessierte Fachöffentlichkeit über die bisherige Erarbeitung informiert und gleichzeitig auch europäische Aspekte erörtert wurden. 

 Im weiteren Vorgehen werden die Gremien beraten, nach welchen Kriterien nicht-formales und informelles Lernen an den DQR Anschluss finden kann. Unter Beteiligung insbesondere der Hauptakteure der Fort- und Weiterbildung sowie der Sozial­partner sollen mögliche Verfahrenswege und Strategien zur Einbeziehung nicht-formalen und informellen Lernens erarbeitet und auf ihre Anwendbarkeit geprüft werden. Im Vorfeld wurden bereits ein Expertenworkshop durchgeführt und zwei Gutachten (Prof. Dr. Dehnbostel u.a. und Katrin Gutschow u.a.) zu dieser Thematik erstellt.
Die Thematik wird derzeit in zwei Arbeitsgruppen untersucht: „Anschlussmöglichkeiten nicht-formalen und informellen Lernens an den DQR in den Bereichen allgemeine, politische und kulturelle Bildung“ (AG 1) und „Möglichkeiten der Einbeziehung von nicht-formal und informell erworbenen Kompetenzen in den Berufsfeldern Elektro / Metall, Gesundheit / Pflege, Handel sowie IT“ (AG 2). Im Ergebnis sollen die Arbeitsgruppen Handlungsempfehlungen für mögliche Verfahrenswege zur Einbeziehung nicht-formalen und informellen Lernens in den DQR vorlegen. Diese können wichtige Impulse für die weitere Entwicklung einer notwendigen Gesamtstrategie in einem, über das Jahr 2011 hinausgehenden Prozess geben.

Zur Klärung der sich ergebenden Fragen zur rechtlichen Konstruktion des DQR ein­schließ­lich der nationalen Koordinierungsstelle wurde ein Gutachten von Prof. Dr. Herdegen erstellt, auf dessen Basis zwischen Bund und Ländern beraten.

Zur Nutzung international vorliegender Erfahrungen finden seit September 2010 verschiedene Expertenworkshops statt, in denen mit Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Nachbarstaaten Erfahrungen bei der Entwicklung der Nationalen Qualifikationsrahmen ausgetauscht und Fragen der Referenzierung des DQR zum EQR diskutiert werden.

Abschließend wird der deutsche Referenzierungsbericht erarbeitet.

 

Weitere verfügbare Dokumente:
Deutsche Stellungnahme zum EQR

Discussion proposal for a German Qualifications Framework for Lifelong Learning", February 2009
Leitfaden - Vorgehen in der zweiten Erarbeitungsphase
Der Deutsche Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen, März 2011
The German Qualifications Framework for Lifelong Learning, March 2011
Cadre allemand des certifications pour l'éducation et la formation tout au long de la vie, Mars 2011
Niemieckich ram kwalifikacji dla ucrenia się przez całe życie, Marca 2011







 
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